1 100 m², in denen der Bauherr seine Taster selbst neu belegt — ohne uns anzurufen
- Fläche
- 1 100 m²Fläche
- Räume
- 35Räume
- isolierte Segmente
- 4isolierte Segmente
- Geräte
- 207Geräte
Überblick
Eine Residenz von 1 100 m² über drei Geschosse zuzüglich Außenanlage, 35 Räume, Übergabe 2023. Beleuchtung, Beschattung, Fußbodenheizung, Klimatisierung und Außenbeleuchtung. Der Bauherr wollte keine KNX-Taster und wollte die Belegung seiner Taster selbst ändern können. Diese Anforderung hat die Architektur bestimmt — die Technik folgte daraus, nicht umgekehrt.
Herausforderung
Die Anforderung klingt klein und ist es nicht: Ein Bauherr, der seine Tastenbelegung selbst ändern kann, ist ein Bauherr, der niemanden anrufen muss, wenn er es sich bei einem Raum anders überlegt. Dafür ist am Markt kaum etwas gebaut. Bustaster werden im Werkzeug des Herstellers konfiguriert — also mit dessen Software, dessen Lizenz und praktisch mit uns.
Das zweite Problem war eine andere Art von Größe. Fünfunddreißig Räume sind zu viele für ein einzelnes „Haus" in der Apple-Home-App: Die Liste lässt sich nicht mehr überblicken, und die Bewohner hören auf, den gesuchten Raum zu suchen. Eine Oberfläche, die niemand öffnet, ist genauso viel wert wie gar keine.
Beide Anforderungen ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Ein leicht umprogrammierbares Haus drängt zu einer zentralen Stelle für Änderungen; ein navigierbares Haus drängt zur Aufteilung.
Lösung
Das Haus ist als vier isolierte Modbus-Segmente aufgebaut — drei Geschosse und die Außenanlage. Jedes Segment hat seinen eigenen Tact-Automation-Controller, jeder Controller seine eigene Bridge zu HomeKit. In der App erscheint das Haus als vier eigenständige Häuser, jedes klein genug, um sich darin zurechtzufinden.
Die Isolierung ist nicht nur elektrisch. Segment, Controller, Bridge und „Haus" sind dieselbe Grenze, auf vier Ebenen gezogen — eine Störung, ein Neustart oder ein Firmware-Update endet an dieser Grenze, statt das ganze Haus mitzunehmen.
Die Tastenbelegung liegt in einer eigenen Weboberfläche, nicht im Herstellerwerkzeug. Der Bauherr öffnet sie, wählt eine Taste und legt fest, was sie tut. Keine Lizenz, kein Arbeitsplatz, kein Termin mit dem Integrator — und genau darum geht es: Diese Seite ist der Beleg dafür, dass „kein Vendor-Lock-in" hier eine Tatsache ist und kein Satz im Angebot.
Die Feldebene ist bewusst einfach gehalten: Sechskanal-Relaismodule für Beleuchtung, Außenanlage, Fußbodenheizung und Heizkreise, Dreifach-Module für die Behänge, vierzehnkanalige Binäreingänge für die Taster selbst und CoolMaster für die Klimatisierung. Die gesamte Logik liegt in den Controllern, wo sie lesbar und änderbar ist.
Systeme und Technologien
Eigenentwicklung
In Zahlen
- Räume in vier Segmenten
- 35Räume in vier Segmenten
- Feldgeräte
- 207Feldgeräte
- gesteuerte Ausgänge
- 418gesteuerte Ausgänge
- Tastereingänge
- 252Tastereingänge
- Temperatur- und Feuchtefühler
- 90Temperatur- und Feuchtefühler
- Controller, je Segment einer
- 4Controller, je Segment einer
Projektdetails
- Objekttyp
- Privatresidenz
- Fläche
- 1 100 m²
- Inbetriebnahme
- 2023
- Technologien
- ModbusTact Automation
Projekt besprechen
Ergebnis
Der Bauherr ändert selbst, was seine Taster tun. Dieser Satz ist der Grund, aus dem der Rest dieser Seite existiert, und er ist der Unterschied zwischen übergebener Dokumentation und übergebener Kontrolle.
Siebzig Temperaturfühler auf fünfunddreißig Räume sind etwa zwei je Raum — aus demselben Grund, aus dem das Haus mit 350 m² je Zone über mehrere Fühler mittelt, statt einem Punkt an einer Wand zu vertrauen.
Was offen bleibt
Die Aufteilung in vier Häuser hat einen realen Preis, und er ist der unmittelbare Gegenwert der gewonnenen Übersicht. Eine geschossübergreifende Szene hat keinen natürlichen Ort: „alles aus" sind in der App vier Handlungen statt einer, denn oberhalb eines Hauses kennt die App nichts. Segmentübergreifende Szenen liegen deshalb in den Controllern — das funktioniert, ist aber nichts mehr, was der Bauherr selbst in der Weboberfläche umstellen kann.
Dieselbe Grenze, die eine Störung einschließt, schließt auch eine Gewohnheit ein. Alles, was sich überall gleich verhalten soll — eine Abendszene, ein Urlaubsmodus — muss an vier Stellen gepflegt werden statt an einer.
Ein ETS-Projekt gibt es hier nicht und damit auch keinen Adressexport zum Veröffentlichen, denn das Objekt läuft nicht auf KNX. Zeigen lässt sich die Architektur, nicht ein durchsuchbarer Adressbaum — neben unseren KNX-Kejsen ist das eine echte Lücke.