42 m² mit 450 Gruppenadressen — mehr als in der 67-m²-Wohnung daneben
- Fläche
- 42 m²Fläche
- KNX-Geräte
- 35KNX-Geräte
- Gruppenadressen
- 450Gruppenadressen
- davon benannt
- 100 %davon benannt
Überblick
Eine Stadtwohnung von 42 m², übergeben 2025 nach acht Monaten Bauzeit. Beleuchtung, Beschattung, Klimatisierung und Multimedia auf Iridium. Es ist das kleinste Objekt, das wir veröffentlicht haben, und es beantwortet eine häufig gestellte Frage: ob Automation auf kleiner Fläche überhaupt sinnvoll ist.
Herausforderung
Hinter der Frage steckt die Annahme, eine kleine Wohnung brauche ein kleines System. Die Daten unserer beiden Wohnungen sagen das Gegenteil: Diese 42 m² tragen 450 Gruppenadressen auf 35 Geräten, gegenüber 362 Adressen auf 29 Geräten in der Wohnung mit 67 m². Sechzig Prozent mehr Fläche, von beidem weniger.
Der Grund: Automation folgt Funktionen, nicht Quadratmetern. Auch ein Apartment hat Heizung, Kühlung, einen Temperatursollwert, Beschattung, mehrere Lichtkreise und eine Abluftanlage — dieselbe Liste wie ein Haus, nur in weniger Räume gepresst. Mit der Fläche skaliert die Zahl der Räume; mit der Adressanzahl skaliert, wie viele unterschiedliche Dinge gesteuert und zurückgemeldet werden müssen.
Die Einschränkung ist physisch, nicht logisch. Alles muss in eine kleine Unterverteilung passen, und jedes Gerät darin gibt Wärme in einen Schrank ab, der keinen Platz übrig hat.
Lösung
Die Adressstruktur ist die, die wir für ein Haus bauen würden: eigene Gruppen für Heizen, für Kühlen, für Temperatursollwerte und für die Thermostatanzeige an den Tastern, statt einer Klimagruppe, die alles enthält. Auf 42 m² wirkt das übertrieben und ist es nicht — es sorgt dafür, dass eine Änderung an der Kühllogik die Heizung nicht berührt, und dass jede der 450 Adressen über ihre Funktion auffindbar ist und nicht über das Gedächtnis.
Alle 450 sind benannt. Es gibt keine Objektgröße, ab der sich das Benennen nicht mehr lohnt: Wer ein kleines Projekt öffnet, hat genau dasselbe Problem wie bei einem großen — nur ohne die Ausrede, es sei zu groß gewesen, um Ordnung zu halten.
Fünf Hersteller auf 35 Geräten, darunter ein Elsner-Wettergerät und ein Klima-Gateway — eine für diese Fläche ungewöhnliche Streuung und die direkte Folge davon, dass der Umfang der eines Hauses ist und nicht der eines Apartments.
Systeme und Technologien
In Zahlen
- Gruppenadressen
- 450Gruppenadressen
- benannt, keine leer
- 100 %benannt, keine leer
- KNX-Geräte
- 35KNX-Geräte
- TP-Linie
- 1TP-Linie
- Hersteller auf 42 m²
- 5Hersteller auf 42 m²
- mehr Adressen als die 67-m²-Wohnung
- +24 %mehr Adressen als die 67-m²-Wohnung
Projektdetails
- Objekttyp
- Wohnung
- Fläche
- 42 m²
- Inbetriebnahme
- 2025
- Technologien
- KNX
Projekt besprechen
Ergebnis
Automation auf kleiner Fläche ist keine reduzierte Fassung der großen. Die Funktionen sind dieselben, die Adressanzahl ist vergleichbar, und wirklich kleiner wird nur die Zahl der Räume.
Die ehrliche Antwort auf „lohnt sich das auf 42 m²" hat damit gar nichts mit der Fläche zu tun. Sie hängt daran, wie viele dieser Funktionen Sie tatsächlich unter Kontrolle haben wollen — und diese Frage wird im Apartment genauso beantwortet wie im Haus.
Was offen bleibt
Fünfunddreißig Geräte auf einer TP-Linie, in einer kleinen Unterverteilung. Auf dem Papier hat die Linie Reserve, der Schrank nicht. Etwas nachzurüsten bedeutet entweder ein zweites Gehäuse oder den Tausch gegen kompaktere Geräte — bei diesem Objekt begrenzt der Schrank den nächsten Schritt, nicht der Bus.
Eine Struktur nach Hausmaßstab kostet mehr Ingenieurstunden, als die Fläche vermuten lässt, und dieser Aufwand ist real. Er lohnt sich, wenn der Bauherr jahrelang mit der Anlage leben und sie verändern können will; bei einer Mietwohnung, in der niemand das Projekt je wieder öffnet, ist er schwerer zu rechtfertigen.
Wie bei der Wohnung mit 67 m² ist der Adressexport nicht veröffentlicht. Bei einem Objekt dieser Größe beschreiben die Adressnamen einzelne Räume, und das stellen wir nicht online.